Florida ist der Teil von Nordamerika, wo sich die Europäer zuerst niedergelassen haben.
Der spanische Entdecker Hernando DeSoto ist 1539 hier an Land gegangen. Man diskutiert immer noch, an welchem Küstenteil dies stattfand. Manche sagen, die 500 Mann landeten bei dem heutigen Punta Gorda im Charlotte County, andere tendieren zu der Küste bei St. Petersburg.
DeSoto war auf der Suche nach Gold. Er fand kein Gold, aber in den vier Jahren, in denen die tapferen Spanier nach Reichtümern Ausschau hielten, entdeckten und erforschten sie den südlichen Teil von Nordamerika, auch den Mississippi River.
Nach langen Studien hat man den Verlauf des DeSoto-Trails rekonstruieren können.
Entlang unseren Highways sieht man grosse und kleine Hinweise darauf, dass hier die DeSoto-Mannschaft entlang gezogen ist.
Vor DeSoto war der südliche Teil von Florida von einem wilden Indianerstamm bewohnt, den Calusas. Von ihnen hat der Caloosahatchee, der durch Ft. Myers strömt, seinen Namen. Seuchen und die Kriege mit den Einwanderern haben die Calusas ausgelöscht.
In den frühen 1800ern sind dann die Seminolen-Indianer nach Florida gezogen. Tief in den Everglades hat der Stamm heute für 12 Millionen Dollar ein Museum errichtet, das ihre Bemühungen aufzeigt, ihren Bestand zu sichern. Diese Indianer der Everglades können auf eine stolze Tradition zurückblicken. Die Seminolen haben bis 1857 mit dem weißen Mann um den Zugang zu den Sümpfen Floridas gekämpft, und nur 200 Männer, Frauen und Kinder haben diese Kriegsführung über 40 Jahre überlebt.
Diese Handvoll hat sich in die entlegenen Teile der Everglades zurückgezogen, wo sie bis in die frühen 1900er abgeschlossen gelebt haben.
In der Neuzeit hat sich eine blühende indianische Nation entwickelt, 2000 Indianer leben in 6 Reservationen in Süd- und Zentral Florida. Man betreibt Farmen, Ranches, Spielhallen und hat eigene Lehrer, Polizeibeamte und Geschäftsleute. Sie sind zu einem festen Bestandteil des modernen Florida geworden, und sie sind stolz auf ihre Herkunft.
Der Name des Museums, Ah-Tha-Thi-Ki, bedeutet in freier Übersetzung Anlehnen, Stützen .
Sie finden das Museum knapp 30 km nördlich der I-75, der Alligator Alley, bei Ausfahrt 14, leicht erreichbar sowohl von Naples als auch Fort Lauderdale kommend.
Die Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 9-17 Uhr. Eintritt $6 für Erwachsene und $4 für Kinder.
Tampa ist eine Reise wert
Spanier haben die Neue Welt entdeckt, und bis ins 20te Jahrhundert haben sie daran festgehalten, bis sie die US-Regierung endgültig aus ihrem amerikanischen Empire "vertrieben" hat.
Eine gute Möglichkeit, die Geschichte dieser Gegend zu empfinden, ist ein Besuch von Tampa's Ybor City. Dieser Teil von Floridas größtem Hafen ist die Heimat der amerikanischen Zigarren-Herstellung und ein guter Einstieg für jeden Besucher. Die historische Altstadt von Ybor, innerhalb der Stadtgrenzen von Tampa gelegen, hat sich in den letzten Jahrzehnten einer Wandlung unterzogen; neue Läden, Bars und Restaurants wurden eröffnet. Viele Gebäude wurden einer dringend erforderlichen Restaurierung unterzogen. Heute ist Ybor City einer der Glanzpunkte im Hinblick auf Shopping und Unterhaltung an der Golfküste. Aber Ybor City ist auch eine Arbeiterstadt, und die Zigarrenindustrie ist immer noch hier ansässig mit den Marktführern Garcia Y Vega, Hava-Tampa, Arthuro Fuente und anderen. Oft sind es Spanier, die von Cuba geflohen sind und jetzt hier arbeiten.
Beim Krieg von 1900 zwischen den Vereinigten Staaten und Spanien wurde die Invasion von Cuba von Tampa aus eingeleitet. Spanien wurde vernichtend geschlagen und verlor Cuba, Puerto Rico und auch die Philippinen.
Das Ybor City State Museum ist in der alten Ferlita Bakery an der südwestlichen Grenze von Ybor City gelegen. 1818 Ninth Avenue.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 9-12 Uhr und 13-17 Uhr. Eintritt $2.
Darin enthalten eine Führung durch Historic Ybor City von Januar-April, dienstags, donnerstags und sonntags um 10.30 Uhr. Die Führung dauert eine Stunde.
Kunst ist ein Teil von Floridas Erbe
Das Norton Museum of Art in West Palm Beach ist für einen Kunstliebhaber eine Reise wert. Das beeindruckende Museum belegt einen ganzen Straßenblock und zeigt eine extensive Kollektion von amerikanischer, europäischer und chinesischer Kunst.
Das Museum wurde 1239 begründet durch den Stahl-Magnaten Ralph Hubbard Norton und seiner Ehefrau. Das Paar hat dem Museum ihre Sammlung von 500 Kunstwerken übereignet. Und es hat auch noch das Geld für die Gebäude bereitgestellt. Seit 1953 weiten sich die Sammlungen stetig aus und umfassen Werke von Claude Monet, Henri Matisse, Paul Cezanne, Renoir, Gauguin, Picasso, Klee, Chagall und Miro.
Die Nortons haben insbesondere Kunstwerke gesammelt, die einen Wendepunkt im Leben der Künstler darstellten. Bei der Führung weist man deshalb auf Gemälde hin wie z.B. Georgia O'Keefe's "Ranchos Curch No. 1", gemalt 1929, und George Bellows "Winter Afternoon". Andere amerikanische Künstler des 20ten Jahrhunderts, deren Werke in der Norton Collection gezeigt werden, sind Jackson Pollock, Winslow Hamer, Robert Motherwell, Behn Shahn, Andy Warhol und Alexander Calder.
Die Norton Collection wird als die beste ihrer Art in Florida gerühmt, und man bezeichnet das Museum als das beste der kleineren Museen der Vereinigten Staaten.
Inzwischen umfassen die Sammlungen mehr als 4500 Kunstwerke.
Das Museum finden Sie in der Innenstadt von West Palm Beach, 1451 South Olive Avenue. Exit 52-A der I-95, Richtung Osten auf dem Okkeechobee Blvd. zum Dixie Highway U.S. 1, rechts einschwenken. Das Museum liegt nach 800 m auf der linken Seite.
Besuchen Sie Flamingo Gardens
Eine Stätte wahrer Schönheit liegt neben einem geschäftigen Highway in der Metropolitan Broward County Stadt Davie. Flamingo Gardens ist ein 16 ha großes Wunderland und Heimat für tausende Vögel. Ein Netzwerk von Pfaden führt den Besucher durch diesen Garten Eden der Neuzeit.
Der Park ist ein Geschenk von Floyd und Jane Wray an Florida, das sie lieben gelernt haben. Wray war ein wohlhabender Industrieller aus Michigan, der Florida erstmals 1925 besuchte. Er war vom Klima und der Flora so beeindruckt, dass er seine Fabrik für Landwirtschaftsmaschinen verkaufte und nach Florida umsiedelte.
Die Gärten sind so romantisch, dass Jungverliebte hier gerne heiraten. Der perfekte Platz dafür ist das Gazebo im viktorianischen Stil neben dem Haus der Wray’s. Unter Eichenbäumen im Amaryllis Garden geben sie sich dann das Ja-Wort.
Flamingo Gardens: 3750 Flamingo Road, Davie. Öffnungszeiten: Täglich 9-17 Uhr.
Und wo man noch hingeht
- Lowry Park Zoo, Tampa, 7530 North Blvd., geöffnet 9.30-17 Uhr im Winter und 9.30-18 Uhr im Sommer. Eine große Anzahl von Tierarten, darunter auch die beliebten Manatees.
- Miami Metrozoo, 12400 SW 152nd St., Kendall, geöffnet 9.30-17.30 Uhr. Viele Tierarten in einem der führenden amerikanischen Zoos.
- Gamble Plantation, U.S. 301, Ellington, nahe Bradenton. Täglich geöffnet. Eine Plantage aus der Vor-Bürgerkriegszeit, wo man noch Indigo herstellt; früher von 750 Sklaven bevölkert. Das Herrenhaus ist eine historische Sehenswürdigkeit und einen Besuch wert.
- Vizcaya Museum, 3251 South Miami Ave., Coconut Grove. Täglich geöffnet von 9.30 - 17 Uhr. Dieser Wohnsitz beherbergt eine Kunstgalerie mit großen Werken. Aber allein das Gebäude selbst rechtfertigt einen Besuch.
- Salvador Dali Museum, 1000 Third St. South, St. Petersburg.
Geöffnet Montag - Samstag 10-17 Uhr. Sonntags 12-17 Uhr. Man zeigt die weltgrößte Sammlung von Dali's Werken.
- John and Mable Ringling Museum, 5401 Bay Shore Road, Sarasota. Geöffnet täglich 10-17 Uhr. Das beeindruckende Gebäude beherbergt eine ausgezeichnete Sammlung europäischer Kunst.
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